Graffiti – Projekt in den Sommerferien 2021

Vielen Dank an das Team der “OASE” für die tolle Zusammenarbeit.

Konzeption Ergänzende Förderung und Betreuung

Die City-Grundschule ist eine Grundschule mit offenem Ganztagsbetrieb.

Je nach Bedarf findet eine Betreuung von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr statt.
Das beinhaltet

  • das Frühhortmodul von 6.00- 7.30 Uhr,
  • das Späthortmodul von 16.00- 18.00 Uhr  
  • das Nachmittagsmodul von 13.30- 16.00 Uhr

Dabei wird auch das Prinzip aller Berliner Grundschulen nach Verlässlichkeit (VHG) eingehalten.

Im Schuljahr 2019/ 20 werden in 16 Hortgruppen 348 Kinder betreut

Für uns ist der Hort ein ergänzender Lebensraum. Wir streben ein ganzheitliches Konzept von Bildung, Erziehung und unterrichtsergänzender Förderung an, um gemeinsam mit den Lehrern, Lehrerinnen und Eltern die Interessen und Entwicklungen der Kinder zu beobachten und zu fördern.

Organisation

Von den insgesamt 468 Schülern unserer Schule besuchen rund 80% der Kinder die EFöB (Hort), und werden dort von 18 Erziehern und Erzieherinnen, 1 Integrationserzieher, 2 Erzieherinnen in Ausbildung und einer koordinierenden Erzieherin betreut. Wir haben zurzeit 11 Integrationskinder und 218 Kinder nicht deutscher Herkunft.

Immer montags findet die Dienstberatung der Erzieher und Erzieherinnen statt. Dort wird die gemeinsame Arbeit für die nächste Woche koordiniert und geplant. Außerdem werden pädagogische Schwerpunkte thematisiert.

In der unterrichtsergänzenden Förderung und Betreuung ist eine feste Zeit für die Anfertigung der Hausaufgaben und ein Freizeitangebot mit Arbeitsgemeinschaften enthalten.

Jeweils eine Klasse ist auch immer eine Hortgruppe und wird von einem/einer Erzieher*in betreut, der/ die gemeinsam mit den Kindern die Angebote an den Nachmittagen plant. Um Themen aus der Unterrichtszeit nachmittags noch einmal aufgreifen zu können, arbeiten Erzieher*innen und Lehrer*innen eng zusammen.

In der Schuleingangsphase haben die Kinder nach dem Unterrichtsblock einen Freizeitblock von einer Stunde. Während dieser Zeit gehen die Kinder gemeinsam mit ihrem/ ihrer Erzieher*in Mittagessen und danach auf den Spielplatz, um dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht zu werden.

Um 13.00 Uhr findet der Förderunterricht statt, der 30 Minuten umfasst. Während dieser Zeit werden bestimmte Kinder von den Lehrer*innen gefördert und die Hausaufgaben werden gemeinsam mit dem/ der Erzieher*in angefertigt.

Danach beginnt die Zeit für das freie Spiel und die geplanten Beschäftigungs- und AG- Angebote.

Ab 14.30 bis 15 Uhr beginnt im gesamten Freizeitbereich die Vesper Zeit. In dieser Zeit essen die Kinder gemeinsam, bekommen von dem / der Erzieher*in eine Geschichte vorgelesen oder hören sich ein mitgebrachtes Hörspiel an.

Für die Kinder der 3. bis 6. Klassen gestaltet sich der Tagesablauf ein wenig anders.

Hier übernehmen die Erzieher*innen die Kinder nach Unterrichtsschluss. Alle Kinder haben schon während der halbstündigen Mittagspause nach der 5. Stunde gegessen. Auch hier gehen die Kinder erst einmal an die frische Luft auf den Spiel- oder Sportplatz, um dem Bewegungsdrang gerecht zu werden.

Um 14.15 Uhr beginnt die Hausaufgabenzeit. Es gibt für die Kinder der einzelnen Klassenstufen eine Festlegung der Hausaufgabenzeit, die nicht überschritten werden soll, da dies ein Beschluss der Schulkonferenz ist.  Die eigentliche Zeit für das freie Spielen und anderer Beschäftigungen, wie Arbeitsgemeinschaften oder Gruppenarbeit beginnt also gegen 15.00 Uhr.

Auch um die Selbständigkeit der Kinder zu unterstützen, beziehen wir sie in die Planungen ein und ermuntern sie, Wünsche und Kritik zu äußern.

Neben der Gruppenarbeit bieten die Erzieher*innen, die Sportvereine und Kooperationspartner folgende Arbeitsgemeinschaften an, die immer montags bis freitags in der Zeit von 14.00- 15.00 Uhr oder von 15.00- 16.00 Uhr stattfinden:

Töpfern                                     Klasse           1- 4    Hort

Judo                                          Klasse           1- 5    PSV Olympia Berlin e.V.

Taekwondo                               Klasse          3- 5    Sportschule Kokitu

Heiße Küche                             Klasse          3- 5    Indiwi

Druckwerkstatt                       Klasse           3- 5    Indiwi

Juggern                                      Klasse          3- 6    Indiwi

Draußen zu Hause                   Klasse          3- 6    Indiwi

Medien                                       Klasse          3- 6    Indiwi

Holzwerkstatt                           Klasse           3 – 6   Indiwi

Karate                                       Klasse          1 – 6    Kazuko

Kooperationen

Die Kooperation zwischen Lehrkräften und Erzieher*innen und die Kooperation mit außerschulischen Partnern bringen unserer Schule und damit unseren Schülern mehr Vielfalt, Differenziertheit der Unterrichtsgestaltung und zusätzliche Angebote. 

Unter dieser Zielstellung hat sich mit den Jahren eine enge, vertrauensvolle, kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften, Erzieher*innen und unseren  außerschulischen Partnern entwickelt, wie

  • dem Kinder- und Jugendzentrum Oase
  • dem Kinder-Musical- Theater Berlin
  • der Polizei (Gewaltprävention)
  • dem Bibliotheksbus
  • der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung „Indiwi”

Kooperation Lehrer*innen und Erzieher*innen

In regelmäßig stattfindenden Teamsitzungen (jeweils eine Klassenstufe = ein Team) beraten, planen und stimmen sich die Kollegen über die inhaltliche, methodische und organisatorische Arbeit ab. 

Besonders wichtig erachten wir in diesem Zusammenhang die Unterrichtsbegleitung durch die/ den Erzieher*in. Denn sie wenden sich während dieser Zeit besonders lernschwächeren Schülern unterstützend zu.  Unseren Unterrichtsvormittag haben wir so organisiert, dass zusätzlicher Raum für soziales Lernen und die Intensivierung der individuellen Förderangebote, wie die planmäßige Lese- und Sprachförderung für Kinder der Schulanfangsphase geschaffen worden ist.

In der City-Grundschule haben die EFöB und der Unterricht eine aufeinander abgestimmte pädagogische Zielstellung, nämlich durch außerunterrichtliche Angebote die individuellen Interessen der Kinder anzuregen und deren Fähigkeiten zu fördern, sowie Anleitung und Betreuung bei der Anfertigung von selbständigen Arbeiten (Hausaufgaben und Übungen) zu geben.

Zusammenarbeit und Unterstützung findet ebenso in folgenden Bereichen statt:

  • Pausenbetreuung
  • Teilungsstunden
  • Förderung von Schüler*innen
  • Gemeinsame Projekte
  • Schwimmbegleitung in Klassenstufe 3
  • Planung und Durchführung von Elternversammlungen, Klassenfahrten und Wandertagen
  • Mitarbeit in allen schulischen Gremien

Eine wesentliche Aufgabe sehen wir darin, alle Kinder durch soziales Lernen so zu stärken, dass der gesamte Tag mit allen Bildungsangeboten und Entspannungsphasen in einer friedlichen und freundlichen Atmosphäre verläuft.
Da fast alle Kinder der 1. bis 6. Klassen den Hort besuchen, ist durch tägliche Absprachen zwischen Lehrer*innen und Erzieher*innen eine individuelle Förderung möglich.

Dieses einheitliche Handeln ist auch deshalb erfolgreich, weil Bildung, Erziehung und Betreuung in einem Haus, Unterrichts-, Fach- und Funktionsräume eng beieinanderliegen und ganztägig genutzt werden können.

Einen Nachteil sehen wir darin, dass auf Grund erhöhter Schülerzahlen die Doppelnutzung der Klassenräume überwiegt. So stehen uns nur 5 Freizeiträume und 4 kleine Teilungsräume für 348 Kinder zur Verfügung. Dies ist nicht komfortabel, da für die Zeit nach dem Unterricht die Schulmöbel umgeräumt werden müssen und sehr wenig Platz für Spiel- und Beschäftigungsmaterial vorhanden ist.

Folgende Feste werden gemeinsam mit allen Schülern, den Eltern und Mitarbeitern der Schule gefeiert: Talentefest, Schulfest und das Adventsfest.

Die Förderung der deutschen Sprache

Ein weiterer Schwerpunkt beinhaltet die Förderung der deutschen Sprache durch Spielangebote im Ganztagsbereich.

Über 70% der Kinder nichtdeutscher Herkunft werden im Hort betreut. In den Elternhäusern wird sehr selten deutsch gesprochen. Deshalb verfügen auch die Kinder in den unteren Klassen nicht über einen ausreichenden Wortschatz. 60% der Kinder nichtdeutscher Herkunft zählen zu den schwachen Lesern. Sie haben Probleme den Text zu verstehen. Auf Grund dessen werden immer wieder von den Erzieher*innen besonders geeignete Spiele gesichtet, ausprobiert und angeschafft. Mit diesen Spielen wollen wir insbesondere die Kinder fördern, die Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben. Dabei steht das Spielen im Vordergrund und hat viele Vorteile. Die Kinder haben Spaß, sie sprechen miteinander, lesen die Spielanleitungen und lernen während sie spielen.

Den Kindern der 1. und 2. Klasse werden während der Vesperzeit von den Erzieher*innen Geschichten oder Märchen vorgelesen. Ab der 1. Klassen können alle Kinder den Bibliotheksbus nutzen, der jeden Mittwoch auf dem Schulhof steht. Auch die Erzieher*innen stellen sich oft eine Bücherkiste zu bestimmten Themen für die Gruppe zusammen.

Ferienbetreuung

In den Ferien sollen sich die Kinder vom Schulalltag erholen und entspannen. Für alle Kinder, die während der Ferienzeit in die Schule kommen, planen wir eine abwechslungsreiche Zeit mit vielen Aktivitäten und organisierten Veranstaltungen, wie z.B. Wandertage in den Tierpark, nach Lübars, zum Teufelssee u.v.m. Wir besuchen mit ihnen Theatervorstellungen, Museen, Themenspielplätze, gehen mit ihnen ins Kino oder besuchen Parks wie den Britzer Garten und die Gärten der Welt. Auch viele nichtberufstätige Eltern schicken ihre Kinder während der Ferien in den Hort, weil diese dann an Veranstaltungen teilnehmen können, die sich die meisten Eltern nicht leisten können.

Die täglich stattfindenden Aktivitäten werden im Erzieherteam geplant und altersgerecht organisiert.

In den Ferien erleben die Kinder andere Gruppenstrukturen, knüpfen soziale Kontakte und lernen sich kommunikativ mit ihren Spielpartnern auseinanderzusetzen. Bei den unterschiedlichen Aktivitäten können sie auch ihre Stärken und Schwächen erleben und sich an unbekannten Tätigkeiten ausprobieren.

Dem Bedürfnis der Kinder nach ausreichenden Bewegungsmöglichkeiten und Ruhephasen wird ebenfalls Rechnung getragen. Dazu nutzen sie das angrenzende Gelände mit Spielplatz und Bolzplatz. Ruhebedürftige Kinder können sich in die Leseecke zurückziehen, malen oder basteln.

Neben den organisierten Aktivitäten können die Kinder ihren Interessen und Bedürfnissen nachgehen, denn es stehen viele Spiele und Bastelmaterialien zur Verfügung.